Too long; didn’t read – Das Ende langer Texte?

Zu faul, um euch durch einen langen Text zu lesen? Das Add-on "Too long; didn't read" liefert euch eine Zusammenfassung.

Zu faul, um euch durch einen langen Text zu lesen? Das Add-on „Too long; didn’t read“ liefert euch eine Zusammenfassung.

Ihr habt eigentlich keine Zeit oder Lust euch lange mit Lesen aufzuhalten? Dann geht es euch wie mir. Die Browser-Erweiterung „tldr“ (too long; didn’t read) verspricht uns Lesefaulen und Vielbeschäftigten zu helfen, indem sie lange Texte zusammenfasst. Doch wie gut funktioniert diese Erweiterung? Ich habe es für euch getestet.

Positiv:
+ Geniale Idee
Als ich zum ersten Mal von diesem Add-on gehört habe, dachte ich mir: „Wow, wenn das funktioniert, könnte ich mir viel Zeit sparen“. Die Idee ist einfach super. Vor allem, wenn man bedenkt, wie viele Informationen das Internet für uns bereithält. Ich lese gerne Blogs und informiere mich über Tagesaktuelles online. Da kommt mir eine Maschine, die das Zusammenfassen für mich übernimmt, sehr gelegen.

+ Grad der Kürzung auswählbar
Was mir auch sehr positiv auffällt, sind die wählbaren Abstufungen, über die ich entscheiden kann, wie stark der Text komprimiert werden soll. So kann ich zwischen summary, short, medium, long oder dem Originaltext wählen.

Grad der Abkürzung auswählbar

Wie stark der Text zusammengefasst werden soll, ist in einer Seitenleiste auswählbar.

Negativ:
– Schwierigkeiten bei der Texterkennung
Werden Wörter mit einem Punkt abgekürzt (wie „z.B.“ oder „usw.“) wird dies als Satzende und nicht als Abkürzung interpretiert. So entststehen bei den Zusammenfassung plötzlich abbrechende Halbsätze.

– Magere Auswahl an weiterführenden Artikeln
Abgesehen von den Zusammenfassungen, soll die Erweiterung auch ähnliche Artikel dazu liefern können. Dabei wird man zu der Suchmaschine „samuru“ weitergeleitet, in deren Suchfeld automatisch Schlüsselwörter aus dem Artikel eingesetzt werden. Diese Schlagworte sind aber nicht sehr sinnvoll gewählt und bringen oft keine passenden Suchergebnisse heraus.

– Sinnvolles Zusammenfassen?
Hinter „Too long, didn‘t read“ steckt eine Maschine, namens „Liquid Helium“, die den Text auf zu lange und detaillierte Sätze, Satzwiederholungen und Ähnliches analysiert.
Das größte Problem der Maschine: Sie kann das Geschriebene nicht wirklich verstehen. Deswegen scheint sie zu lange Sätze lediglich nach einem bestimmen Algorithmus herauszuschneiden. Dabei werden wichtige Informationen entfernt, Unwichtiges bleibt leider erhalten und man erhält einen völlig falschen Eindruck, worum sich der Artikel dreht.

Das Problem zeige ich euch an einem Artikel:
Da letzte Woche die IT-Messe Cebit ganz aktuell war, habe ich über diese einen interessanten Artikel gefunden.
Dieser spricht das Problem an, dass viele der gezeigten Technologien nach Ende der Messe wieder in Vergessenheit geraten. So hätte ich den Artikel zusamengefasst.
Bei der „summary“ von tldr wird das eigentliche Thema aber nicht erkannt. Sie lässt vermuten, dass in dem Artikel über das Leitmotto der Cebit diskutiert wird.

Screenshot zusammengefasster Artikel

Nicht für jeden Text liefert „tldr“ eine sinnvolle Zusammenfassung.

Zuerst dachte ich mir, dass das ein Problem bei deutschen Artikeln wäre. Nachdem ich aber auch englische und französische Seiten zusammenfassen ließ, habe ich gemerkt, dass bei allen Sprachen keine sinnvollen Zusammenfassungen entstehen.
Eine Ausnahme habe ich doch entdeckt: Auf der Seite der Entwickler-Firma Stremor hat die Erweiterung ein echt gutes Ergebnis erzielt. Naja, das hat mich auch nicht wirklich gewundert.

Fazit:
Der Gedanke, der hinter „too long; didn‘t read“ steckt, ist wirklich super.  Noch funktioniert die Browser-Erweiterung meiner Ansicht nach nicht wirklich. Texte zu komprimieren und dabei eine sinnvolle Zusammmenfassung abzuliefern, ist sehr schwierig. Aber ich hoffe, dass sich diese Funktion noch verbessern und damit unser aller Leben erleichtern wird.

Erfahrt mehr darüber, wie man versucht Texte zusammenzufassen
„getDIGEST“ – Die Alternative zu tldr
Zum Ausprobieren – Text bei Stremor probeweise kürzen lassen

Add-ons in Chrome – Schleierhafter Umgang mit Nutzerdaten

Bei meiner Suche nach interessanten Add-ons, die ich für meinen Blog testen könnte, bin ich auf ein ganz anderes Thema gestoßen: Den Umgang mit Nutzerdaten bei der Installation von Add-ons.
Und genau dieser ist meiner Erfahrung nach sehr undurchsichtig. Daher habe ich getestet, welche Browswer Erweiterungen, welche Zugriffe auf meine Daten haben.

Dazu musste ich allerdings genau hischauen. Im Google Chrome Webstore habe ich mich bei einigen Erweiterungen für den Browser umgesehen und dabei gleich das erste Problem bemerkt: Die Informationen, wie meine Daten verwendet werden, sind nicht immer auf den ersten Blick erkenntlich. Und mal ganz ehrlich: Wer von uns liest sich immer die ganze Beschreibung inklusive Kleingedrucktes durch? Da ist ein schneller Klick auf „Herunterladen“ viel bequemer.

Hersteller der Add-ons legen die Berechtigungen fest, welche man bei deren Nutzung einräumen muss. Doch es treten viele Unklarheiten auf, wenn ich Sätze lese wie „Diese Erweiterung hat Zugriff auf: Ihre Daten auf allen Websites“. Welche Daten sind damit genau gemeint?

Zugriffsberechtigungen von Add-ons

Viele Add-ons fordern bestimmte Zugriffsberechtigungen von ihren Nutzern.
(Quelle: http://bit.ly/ZhOeTe)

Google versucht zwar näher darauf einzugehen, indem es auf seine Support-Seite verlinkt. Dennoch muss man erstmal so aufmerksam sein und diesen Link finden. (Dieser ist bei jedem Add-on in den Details unter „Weitere Informationen“ zufinden.)
Liest man also auf der Support-Seite mal genauer nach, erfährt man mehr darüber, was mit „Ihre Daten auf allen Websites“ gemeint ist. Damit wird die Berechtigung erteilt, dass Seiten wie die der Bank oder auch Facebook gelesen werden.
Sehr zu denken gibt mir der darunter stehende Warnhinweis: „Abgesehen davon, dass dieser Artikel Ihre gesamten Webseiten liest, könnte er auch Ihre Anmeldeinformationen zum Abrufen oder Ändern Ihrer Daten von Websites verwenden.“ Dass manche Cookies notwendig sind, damit eine Webseite richtig funktioniert, kann ich schon verstehen. Trotzdem ist mir nicht ganz wohl dabei. Für mich ist es oftmals nicht ganz durchsichtig, welche Daten abgerufen werden.

Hinweise auf der Supportseite von Chrome

Auf der Support-Seite des Chrome Webstores wird näher erklärt, was mit den einzelnen Zugangsberechtigungen gemeint ist. (Quelle: http://bit.ly/IFP2G4)

Es gibt auch Hersteller, die erklären, aus welchen Gründen sie auf die Daten zugreifen.
„Vimeo Download Videos“ z.B., eine Chrome Erweiterung zum Dowload von Vimeo Videos, gibt folgende Begründung dafür: „Data on all websites: to catch the vimeo™ video you are watching on any website“(Quelle: http://bit.ly/ZhOeTe). Der Hersteller greift also auf Daten aller Websites zu, um Vimeo Videos, die man gerade auf irgendeiner Webseite anschaut, herunterzuladen.
Andere Hersteller beteuern, dass keinerlei Daten gespeichert werden. So z.B. bei „IP-Adress“. Hier versichert der Hersteller, er „erfasse und speicher[e] keine IPs oder andere Daten“ (Quelle: http://bit.ly/UrjGta).

Trotz der Erklärungen und Beteuerungen bleibt mir ein mulmiges Gefühl. Vielleicht werden meine Daten wirklich nicht gespeichert, dennoch schrecke ich davor zurück, Erweiterungen für den Browser herunterzuladen.
Es ist mir nur selten eine Erweiterung aufgefallen, die keine Zugriffe vornimmt. Möchte man also unbedingt ein bestimmtes Add-on haben, bleibt einem leider nichts anderes übrig als Zugriff auf seine Daten zu gewähren oder ganz darauf zu verzichten…

Mehr zum Datenschutz bei Browser-Erweiterungen:
Blogger Robert Basic: Kritischer Artikel über den Datenschutz des Chrome Web Stores
Online-Nachrichtenticker des Heise-Verlags: Sicherheitsprobleme des Chrome Web Stores

Drei Apps für gute Vorsätze

Vorsätze umsetzen mit Apps

Mit etwas Glück und den richtigen Apps könnt ihr eure Vorsätze für das neue Jahr in die Tat umsetzen. (Foto: Sabrina Litz)

Öfters Sport treiben, mehr Wasser trinken oder umweltbewusster leben. Habt ihr euch für das neue Jahr auch vorgenommen endlich einiges zu ändern? Ich habe für euch drei Apps getestet, die euch dabei weiterhelfen können:

1. „Zu gut für die Tonne“ – App gegen Lebensmittelverschwendung

2. „Office Fitness“ – Sport für zwischendurch

3. Mehr trinken mit „AquaPlan“

Sport für zwischendurch mit „Office Fitness“

Viele von uns nehmen sich vor im neuen Jahr mehr Sport zu treiben. Die liebste Ausrede, warum man dann doch nicht dazu kommt, ist der Zeitmangel. Dieser Grund wird aber hinfällig, da es viele Möglichkeiten gibt auch zwischendurch aktiv zu werden. Mit der App „Office Fitness“ könnt ihr über den Tag verteilt kleine Übungseinheiten absolvieren. Hier mein Erfahrung nach einem Testtag.

Kleine Sporteinheiten für's Büro

Die App begründet bei jeder Sporteinheit, wozu diese gut ist. Viele Übungen wie der „Gorilla“ sind auch witzig bezeichnet.

Positiv:
+ Übungen gut beschrieben: Die Trainingseinheiten sind wirklich einfach zu verstehen. Mir persönlich reichen die Bilder, um das Ganze zu veranschaulichen. Videos würden zwar nicht schaden, sind aber meiner Meinung nach nicht erforderlich.

+ Sinn jeder Übung begründet: Ich finde es sehr gut, dass bei jeder Übung erklärt wird, ob diese gut für die Schultermuskulator, gegen Kopfschmerzen usw. ist.

+ witzige Titel für Trainingseinheiten: Über viele Bezeichnungen der Übungen kann ich mich sehr amüsieren – „Zeigt her eure Füße“, „Popotanz“, „Fettnäpfchentreten“, „Gorilla“ sind nur einige Beispiele. Neben diesen Betitelungen gibt es auch viele Motivationssprüche vor und nach den Übungen.

Negativ:
– Darstellungsfehler bei Bildern: Auf meinem iPod lassen sich manchmal bei den ausführlichen Beschreibungen der Übung die Bilder nicht darstellen. Klicke ich dann weiter, um die Übung zu starten, ist das Bild dann zwar zu sehen, trotzdem gibt es für diesen Darstellungsfehler einen Minuspunkt.

Darstellungsfehler von Bildern

Manche Bilder werden auf meinem iPod nicht dargestellt.

Fazit:
Womit ihr auf jeden Fall rechnen müsst: Die App meldet sich immer, egal wo ihr gerade seid. Also am besten die Trainingszeiträume so einstellen, dass ihr auch wirklich Zeit habt. Wer den ganzen Tag im Büro sitzt, dem tun diese Übungen als nette Abwechslung sicherlich gut. Da ich aber Studentin bin, kann ich nicht einfach so während der Vorlesung aufspringen, um eine Übung zu machen. Zu Hause sitze ich aber auch sehr viel, deswegen wird die App dort ihre Verwendung finden.

Tipp: „Office Fitness“ ist nur für das Betriebssystem iOS erhältlich.

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„Zu gut für die Tonne“ – App gegen Lebensmittelverschwendung

Ihr wollt im neuen Jahr umweltbewusster leben? Ihr schmeißt öfters Lebensmittel weg, die vielleicht noch gut sind? Mit der App „Zu gut für die Tonne“ vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sollen übriggebliebene Zutaten nicht unnötig weggeworfen, sondern sinnvoll verwertet werden.

Viele gute Lebensmittel wandern in die Tonne.

Viele gute Lebensmittel wandern in die Tonne. Die App will das Bewusstsein der Menschen dafür schärfen. (Foto: Sabrina Litz)

Positiv:
+ ansprechendes Design: Mir gefällt, dass die App modern, sehr schlicht und in wenigen Farben gehalten ist.
+ Lexikon mit Tipps zur Lagerung von Lebensmitteln: Vom Großteil der aufgeführten Zutaten wusste ich zwar, wie diese zu lagern sind, aber ein paar Hinweise waren auch für mich neu und interessant.
+ Planerliste: Möchte ich ein Rezept nachkochen, kann ich mir die Zutaten auf meine Planerliste hinzufügen. Das entspricht einem Einkaufszettel, was ich ganz praktisch finde.
+ Portionen anpassen: Das Kopfrechnen wird mir auch erspart, indem ich angebe wie viele Portionen ich plane und die App selbst die Zutatenmenge errechnet.

Negativ:
– Am Ziel vorbei: Ihr wirkliches Ziel, Reste sinnvoll zu nutzen, hat die App, meiner Ansicht nach, verfehlt. Als ich von der App gehört habe, hatte ich die Vorstellung, dass ich mehrere Zutaten, die ich daheim übrig habe, angeben kann und daraufhin einige Rezeptvorschläge erhalte. Als ich die App schließlich auf meinem Handy hatte, war ich entäuscht. Ich konnte nur eine Zutat auswählen. Anstatt vorhandene Lebensmittel zu verwenden, hätte ich die restliche Zutaten noch dazu kaufen müssen. So sammeln sich nur noch mehr Reste an.
– Rezepteliste ausbauen: Bisher habe ich nur Rezepte von „Kochpaten“, in der Regel bekannte Menschen aus der Gastronomie, gesehen. Das ist zwar ganz nett, aber ich würde es schön finden, wenn von jederman Rezepte zu finden wäre.

Fazit:
Der grundsätzliche Gedanke hinter dieser App ist sicherlich sinnvoll, jedoch nicht gut umgesetzt. Nachdem die App in den Medien hoch angepriesen wurde, hätte ich mehr erwartet. Es müsste unbedingt daran gearbeitet werden, dass auch mehrere Zutaten angegeben werden können, um daraus ein Gericht zusammenzustellen. Das Design und das Lexikon zu Lagerungstipps sind dagegen sehr gut gelungen.

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Mehr trinken mit „AquaPlan“

Ich nehme mir jedes Jahr vor mehr Wasser zu trinken. Doch immer wieder komme ich darüber hinweg. Um diesen Vorsatz endlich in die Tat umzusetzen, habe ich mir „AquaPlan“ heruntergeladen. Die App erinnert mich in regelmäßigen Abständen und über den Tag verteilt, dass ich ein Glas trinken soll.

Die App "AquaPlan" hilft dabei genug am Tag zu trinken.

Die App „AquaPlan“ hilft dabei genug am Tag zu trinken. (Foto: Sabrina Litz)

Positiv:
+ Wasserflasche zur Visualisierung: Ich finde die Wasserflasche, die symbolisch dafür steht, wie viel ich schon getrunken habe, sehr gelungen. Mit jedem getrunkenen Glas wird auch die Flasche leerer.
+ individuelle Einstellungen: Die App bietet einige hilfreiche Funktionen. Ich kann mir z.B meinen Trinkbedarf anhand meines Gewichts errechnen lassen; festlegen, wie viel Milliliter eine Trinkeinheit entspricht oder einstellen innerhalb welchen Zeitraums Erinnerungen kommen sollen.

Flaschensymbol und Einstellungsmöglichkeiten

Nachdem ihr die App individuell auf euch angepasst habt, zeigt euch eine Wasserflasche an, wie viel ihr schon getrunken habt.

Negativ:
– Trinkeinheiten sehr spät angerechnet: Nachdem ich das erste Glas am Tag getrunken habe, wurde es mir erst angerechnet, als ich das zweite getrunken habe. Ich fände es besser, wenn eine Trinkeinheit gleich nach dem Alarm dazu gerechnet würde. Aber es wurde scheinbar berücksichtigt, dass man das erste Glas erst bis zum zweiten Alarm geleert hat. Von daher ist dieser Punkt nicht allzu negativ.

Fazit:
„AquaPlan“ ist als Erinnerungshilfe wirklich klasse und hat mir geholfen meinen Vorsatz einzuhalten. Ich hoffe nur, dass ich auf Dauer auch wirklich bei Alarm ein Glas Wasser trinke und nicht anfange diesen nach einiger Zeit einfach zu ignorieren.

Tipp: „AquaPlan“ ist nur für das Betriebssystem iOS erhältlich.

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„Moovu TV“ – Für jede Stimmung das richtige Video

Mit der Browser Erweiterung „Moovu TV“ für Chrome findet ihr zu eurer aktuellen Stimmung die passenden Videos. Ich zeige euch, was mir an diesem lustigen Add-on aufgefallen ist.

Positiv:

– Witzige Umsetzung –
Am besten gefällt mir an der Erweiterung der „Mood shaker“. Er ist einerseits praktisch, da man je nach Laune eine Auswahl an 50 Videos bekommt, andererseits durch seine Auswahlbilder sehr amüsierend.

Stimmungen durch Symbole dargestellt

Jede Stimmung wird durch ein witziges Symbol mit einem Männchen dargestellt. Hier sind vier meiner Favoriten.

Zuerst kann ich zwischen acht Grundstimmungen wählen. Diese ändern sich je nach Wochentag und Tageszeit. Abends erscheint z.B. „It‘s bedtime“, wohingegen um die Mittagszeit die Stimmung „Eating Lunch“ mit dabei ist. Ich finde dieses Auswahlsystem wurde sehr klug entwickelt.

Mit Mood Shaker Stimmung auswählen

Mit dem „Mood shaker“ wählt ihr erst eure Stimmung aus und verfeinert anschließend eure Suche mit einem weiteren Kriterium.

Wenn ich mich also für eine Grundstimmung entschieden habe, beginne ich meine Auswahl zu verfeinern. Nehmen wir an, ich möchte Videos aus dem Sport Bereich ansehen. Ich klicke also auf „It‘s Sport time“ und entscheide mich dann noch für eine bestimmte Sportart – z.B. Hockey, Wrestling, Extreme Sports etc..

– Schnelle Suche –
Wenn ich nur eine kleine Pause mache und mich kurz mit etwas anderem ablenken möchte, habe ich nicht viel Zeit, um nach lustigen Videos zu suchen. Moovu TV liefert mir dagegen sehr schnell eine Reihe an guten Videos.

– Ordnung ins Netz bringen –
Bei der Flut an Videos im Netz verliert man schnell den Überblick. Indem ich erst festlege, wie meine Stimmung ist, erhalte ich nur relevante Ergebnisse. Diese Vorfilterung klappt meiner Meinung nach sehr gut. Ich habe mich bereits durch viele Stimmungen geklickt und dabei kamen immer passende Videos heraus.
Die Videos bei Moovu TV stammen aus den Kanälen von YouTube und Vimeo und sind gut in einer Playlist zusammengefasst.

Suche nach den besten Videos mit "Popular Vids"

Mit „Popular Vids“ findet ihr Videos, die momentan im Trend sind.

Abgesehen vom „Mood shaker“ gibt es auch den Menüpunkt „Popular vids“. Hier werden mir die Videos gezeigt, die erst vor kurzem hochgestellt wurden und viele Likes erhalten haben. Ich finde es klasse mit nur einem Klick zu sehen, welche Videos gerade im Trend liegen.

– Alle Videos einer Seite zusammengefasst –
Mir persönlich gefällt besonders die Funktion „Play this page“. Wenn ich z.B. nur an den Videos auf einer Seite interessiert bin, reicht ein Klick auf dieses Feld und es erscheinen alle Videos auf dieser Seite in einer Playlist. Ich kann aber auch auf eine Schaltfläche in der linken unteren Ecke klicken, die immer erscheint, wenn sich Videos auf einer Seite befinden.

Mit "Play this page" alle Videos einer Seite abspielen

Durch einen Klick auf „Play this page“ oder auf die Schaltfläche unten links, werden alle Videos auf der Seite abgespielt.

– Einfach Videos teilen –
Im Menüpunkt „Facebook TV“ kann ich einer meiner Freunde oder „geliketen“ Seiten folgen und so immer informiert werden, wenn sie ein neues Video posten. Im Prinzip finde ich das positiv, doch leider funktioniert das nur, wenn diese ebenfalls Moovu TV in Facebook verwenden.

Klicke ich „Facebook TV“ an, sehe ich außerdem alle Videos, die meine Freunde geteilt haben in einer Playlist zusammengefasst. Wenn ich selbst Videos teilen möchte, reicht ein Klick auf das Herz, das bei jedem Video angezeigt wird. Ich finde es sehr praktisch Moovu TV mit meinem Facebook Konto zu verknüpfen.

Moovu TV mit Facebook verknüpft

Indem ihr Moovu TV mit eurem Facebook Konto verknüpft, könnt ihr den Videos eurer Freunde folgen und diese Clips zu euren Lieblingsvideos hinzufügen.

Negativ:

– Beim Video sehen weitersurfen –
Für all die Multitasking-Begabten unter euch gibt es die Möglichkeit ein Video zu sehen und dabei gleichzeitig weiter zu surfen. Ich habe das einmal auf der Seite meines Weblogs ausprobiert. Während ich mir einen Artikel angeschaut habe, habe ich in einem kleineren Fenster in der linken unteren Bildschirmecke ein Video dazu laufen lassen. An sich ist das eine nette Idee, aber während ich gelesen habe, konnte ich mich nicht wirklich auf das Video konzentrieren.

Videos abspielen und gleichzeitig surfen

Während ihr in einem kleineren Fenster das Video abspielt, könnt ihr zeitgleich auf der Seite weitersurfen.

 – Vorfilterung: Auch gute Videos aussortiert? –
Die Vorfilterung ist einerseits positiv, da sie einem das Suchen erspart, andererseits entgehen einem dadurch vielleicht auch andere interessante Videos. Moovu TV scheint immer Videos auszugeben mit vielen Likes und Klickzahlen. Aber wer sagt, dass das immer die besten Ergebnisse sind? Es gibt auch viele Geheimtipps, auf die ich immer zufällig und durch eigene Suche stoße. Ein weiter kleiner Kritikpunkt: Es gibt keine „Suche“-Leiste, mit der ich selber Begriffe eingeben könnte.

– Nur zwei Quellen für Videoauswahl –
Ich habe beobachtet, von welchen Portalen die Videos stammen. Moovu TV bezieht seine Videos von den Seiten YouTube und Vimeo. Das sind die beiden Seiten, auf denen ich auch meistens Videoclips anschaue. Ich fnde es zwar nicht besonders negativ, aber es wäre trotzdem schön, wenn auch noch andere Video-Portale wie z.B. Dailymotion, Clipfish oder MyVideo einbezogen würden.

Fazit:

noch nicht freigeschaltete Funktionen des Add-ons

Die grau hinterlegten Kästchen, sind Funktionen, die noch nicht freigeschaltet worden sind.

Zum Zeitpunkt als ich Moovu TV getestet habe, waren einige Funktionen wie der „Video timer“ oder die „Video gifts“ noch blockiert. Deswegen kann ich nur ein vorläufiges Testurteil abgeben.
Dieses fällt durch den witzig gestalteten „Mood shaker“ aber schon jetzt sehr positiv aus. Ich kann euch Moovu TV ist als schöne Spielerei für zwischendurch auf jeden Fall weiterempfehlen.

Hier präsentiert TheMoovu sein Add-on „Moovu TV“:

Who is watching you? – Tracker verschrecken mit „Ghostery“

Natürlich gibt es Cookies, die notwendig sind, damit eine Website richtig funktioniert. Aber es gibt auch jene Cookies, die nur einem Zweck dienen: So viele Informationen über den Nutzer sammeln wie möglich. Dadurch kann Werbung auf uns persönlich zugeschnitten oder die Informationen an Dritte verkauft werden. So oder so: Mit Informationen über uns lässt sich viel Geld machen.

Ghostery hilft gegen Cookies und personalisierte Werbung.

Bild: Sabrina Litz
Tracker verschrecken: Die Browser Erweiterung „Ghostery“ hilft Cookies aufzuspüren und so personalisierte Werbung abzublocken.

Bei meiner Suche nach nützlichen Add-ons bin ich auf „Ghostery“ gestoßen, eine Erweiterung für den Browser, die besser vor Tracking-Elementen wie Cookies schützen soll. Ob die Erweiterung wirklich sinnvoll ist? Das habe ich für euch getestet!

Positiv
– Datenschutz –
Als ich Ghostery aus dem Chrome Web Store meinem Browser hinzugefügen wollte, ging zunächst ein Pop-up Fenster auf, das mich extra darauf hingewiesen hat, auf welche Daten das Add-on zugreifen wird. „Zugriff auf Daten“ klingt im ersten Moment immer schlecht, aber ich empfand es sehr positiv, das der Anwender diese Information nicht irgendwo im Kleingedruckten untergehen ließ.

Pop up Fenster mit Hinweis auf Datenzugriffe

Der Hersteller von Ghostery weißt vor dem Herunterladen darauf hin, auf welche Daten er zugreifen wird.

Unter dem Punkt „Protect your privacy“ versichert der Hersteller, dass er keine Cookies im Browser hinterlässt und auch keine Daten seiner Nutzer einholt, außer diese nehmen am „GhostRank“ teil. Dadurch wäre es möglich anonymisiert Daten, über die Webseiten, die ich besucht habe, an Ghostery zu schicken. Ich habe diese Funktion allerdings abgestellt.

– Automatisches Update der Tracker-Elemente-Bibliothek
Immer wieder tauchen neue Tracking Elemente wie Cookies oder Beacons auf. Eine Bibliothek, die sich automatisch updated, stellt sicher, dass möglichst viele von ihnen aufgelistet werden.

– Who is watching you? Trackern auf die Schliche kommen –
Dank der „Alert Bubble“ weiß ich, wie viele und welche Tracker auf einer Seite vorhanden sind. Die Alert Bubble erscheint als kleiner Kasten oben rechts im Fenster beim Symbol des kleinen Geists. Ich kann nicht nur herausfinden, wer mich gerade trackt, sondern auch mehr Informationen über den Tracker einholen.

Alert Bubble zeigt Tracker Elemente an.

Die lila Alert Bubble gibt Aufschluss über die Tracker Elemente auf einer Seite. Erscheinen diese durchgestrichen, werden sie von Ghostery geblockt.

Negativ
– Kooperation mit der Werbeindustrie? –
Bei meiner Recherche sind mir auch einige kritische Anmerkungen zu Ghostery aufgefallen. Ghostery ist ein Tool, das aus dem Hause Evidon stammt.
Allein durch das Blocken von Tracking Cookies verdient Evidon nichts. Indem es allerdings die Datensammlung von geblockten Tracking-Elementen verkauft angeblich schon. Weiß ein Unternehmen auf welchen Seiten seine eigene Werbung blockiert wird, erfährt es automatisch die wertvolle Information, wo diese überhaupt auftaucht.
Eigentlich schien mir „Ghostery“ ziemlich perfekt zu sein. Doch dieses Hintergrundwissen gibt für mich einen kleinen Minuspunkt.

Fazit
Trotzdem fällt mein Fazit positiv aus. Ich finde es gut zu wissen, wer bei meinen Seitenbesuchen Informationen von mir abruft. Absolute Anonymität beim Surfen ist natürlich kaum möglich, aber mit Ghostery komme ich dem zumindest etwas näher.

Ghostery – Test auf amazon.de:
Am Beispiel der Amazon Seite habe ich drei Analyse-Tools, die Informationen zum Nutzerverhalten sammeln, näher betrachtet.

Analyse Tools auf Amazon

Auch auf Amazon werden Tracking Elemente eingesetzt.

Taucht Amazon Associates auf anderen Websites als Amazon auf, bedeutet dies, dass die Webseite Partner von Amazon ist und damit Geld verdient, dass sie für Amazon Artikel wirbt und Links zu Amazon setzt.

Google Analytics analyisiert die Klicks der Nutzer auf einer Website, z.B. auch soziale Interaktionen wie der Klick auf einen „Gefällt mir“ Button, wie lange man auf einer Seite geblieben ist, von welcher Seite man gekommen ist sowie die IP-Adresse und damit den Standort des Browsers.

DoubleClick sammelt Daten wie die besuchten Seiten, auf denen sich eine bestimmte Werbung befand, wann und wo auf einer Seite die Werbung gesehen wurde sowie die IP-Adresse. Auf Basis dieser Informationen werden Banner-Werbungen auf Nutzer zugeschnitten.



Erfahrt hier mehr zu Tracking Cookies und Ghostery:
„Christophers Blog“: Weiterer Erfahrungsbericht zu Ghostery
Artikel aus „Die Zeit“: Warum der Schutz vor Tracking immer schwieriger wird
Tabelle der 100 produktivsten Tracker-Elemente

Lightpainting – Das Spiel mit dem Licht

Lichtzeichnung eines Geistes

Ungewöhnliche Gäste in meiner Wohnung dank Lightpainting
(Bild: Sabrina Litz)

Wie der Name „Lightpainting“ schon verrät, geht es hier um das Malen mit Licht.
Lightpainting ist eine Technik aus der Fotografie, bei der Bewegungen von Licht eingefangen und auf ein Foto projiziert werden. So entstehen Zeichnungen aus Licht.
Da mich diese Lichtbilder und deren Entstehung sehr faszinieren, habe ich mich selbst an dieser Technik versucht.

Das habe ich für das Lightpainting gebraucht:

– eine Kamera mit einstellbarer Belichtungszeit und Blende –
Meine Spiegelreflexkamera hat sich perfekt geeignet, da Belichtungszeit (auch Verschlusszeit) und Blendenzahl variabel einstellbar sind.
Für das Lightpainting ist es wichtig, dass man eine möglichst lange Belichtungszeit einstellt, um Bewegungen des Lichts darstellen zu können. Indem ich sehr lange belichte und gleichzeitig eine Lichtquelle bewege, entstehen in der Luft Linien aus Licht.
Eine lange Verschlusszeit ist auch aus dem Grund wichtig gewesen, da ich einige Sekunden gebraucht habe, um ein Motiv zu zeichnen. Bei kürzeren Belichtungszeiten als 10 Sekunden bin ich mit meinen Zeichnungen nicht fertig geworden.

Kamera-Display mit Blende und Belichtungszeit

Nur bei sehr langen Belichtungszeiten wie z.B. 20 sec erzielt ihr den typischen Lightpainting Effekt. (Bild: Sabrina Litz)

Ich habe eine große Blende gewählt (also kleine Blendenzahlen!), damit die Umgebung noch hell genug und erkennbar ist. Um die Kulisse  dunkler und kaum sichtbar zu halten, musste ich die Blende weiter schließen (große Blendenzahl). Mir hat es allerdings besser gefallen, dass der Hintergrund  bei großer Blende noch zu sehen war.

Lichtbilder bei unterschiedlicher Blendenöffnung

Bild links: Ist die Blende sehr geschlossen, verschwindet die Umgebung in der Dunkelheit.
Bild rechts: Ist die Blende hingegen weit geöffnet, ist sehr viel von der Umgebung zu erkennen. (Bild: Sabrina Litz)

– eine oder mehrere Lichtquellen –
Im Prinzip reicht für Lichtmalereien eine einfache Taschenlampe. Da ich nicht mehr zur Hand hatte als meine kleine LED-Lampe, beschränken sich meine Bilder auf eine Lichtquelle.
Viel mehr Effekte könnt ihr aber mit verschiedenen Lichtquellen erzeugen. Ein kleiner Tipp: Verwendet Farbfolien für farbiges Licht und unterschiedliche Lampen wie z.B. rote Fahrradleuchten oder blinkende Lichter.

– Fernauslöser oder einen Partner –
Ich habe Lightpainting zweimal ausprobiert. Einmal mit und einmal ohnen einen Partner. Meiner Erfahrung nach ist es um einiges leichter, wenn ihr jemand zur Hilfe habt. So müsst ihr nicht ständig zur Kamera laufen, um den Auslöser zu betätigen. Mit einem Fernauslöser könnt ihr dieses Problem umgehen.

– ein Stativ oder Ähnliches, auf dem die Kamera festen Halt hat –
Da ich die Belichtungszeit sehr lange eingestellt habe, musste ich meine Kamera auf einem Stativ befestigen, da sonst die Bilder verwackelt wären. Habt ihr gerade kein Stativ zur Hand, könnt ihr eure Kamera auch auf einem Tisch oder Ähnlichem abstellen. Die Hauptsache ist, dass die Kamera sicheren Halt hat und nicht herunterstürzt.

Ausrüstung für Lightpainting

Viel Equipment braucht ihr nicht für Lightpainting. Kamera und Taschenlampe sind ein Muss. Ein Stativ sorgt für mehr Stabilität. (Bild: Sabrina Litz)

– eine dunkle Umgebung –
Durch die sehr lange Belichtungszeit habe ich eine dunkle Umgebung gebraucht. Hätte ich das ganze bei Tageslicht aufgenommen, wären die Bilder überbelichtet und die Lichtlinien würden sich nur schlecht absetzen. Ich habe die Aufnahmen abends gemacht. Eine andere Lösung wäre den Raum abzudunkeln.

– Geduld und Übung –
Immer und immer wieder habe ich ein Motiv zeichnen müssen bis es so aussah, wie ich es in meinem Kopf hatte. Die Linien haben sich dort überschnitten, wo sie es nicht sollten oder gingen über den Bildausschnitt hinaus und die Proportionen meiner Figuren waren mal zu groß, mal zu klein.
Sehr gewöhnungsbedürftig war für mich das Schreiben von Wörtern, da ich stets spiegelverkehrt denken musste.
Erst habe ich versucht mir zu merken, wo ich bereits Linien hingesetzt habe (was meiner Ansicht nach so gut wie unmöglich ist), doch nach einiger Übung habe ich immer mehr ein Gefühl dafür bekommen, wie ich die Lampe bewegen muss.

Schriftzüge mit Lightpainting

Bild links: Gar nicht so leicht – Spiegelverkehrt denken und nicht über den Bildausschnitt hinaus zeichnen
Bild rechts: Oft sind mehrere Versuche nötig, bis das Motiv richtig gelingt.(Bild: Sabrina Litz)

– Kreativität und Vorstellungsvermögen –
Es gibt viele Möglichkeiten, was man mit der Lichtmalerei anstellen kann. Mit vielen witzigen Ideen und Vorstellungsvermögen enstehen tolle Zeichnungen. Ich kann euch Lightpainting auf jeden Fall weiterempfehlen, wenn ihr wie ich gerne fotografiert und eine originelle Technik ausprobieren wollt.

Lichtbild eines schlafenden Männchens

Ideen für Motive findet ihr bereits bei euch zu Hause. Bezieht in eure Lichtbilder z.B. eure Möbel mit ein. (Bild: Sabrina Litz)

Seht hier wie eines meiner Lichtbilder entsteht:




Im Netz findet ihr viele Anregungen zu Lightpainting:
Video von der Lichtfaktorcrew: Lightpainting kombiniert mit Stop Motion
Homepage von „Lichtfaktor“ mit vielen Videos und Bildern
Bildergalerien und Hintergrundinformationen zu 10 Lightpainting Künstlern
Video: Hintergrund zu Lightpainting und seinem Bezug zum Graffiti
Auch auf dem Blog Fotomagie werden Erfahrungen zu Lightpainting gesammelt

Second Screen bei Wetten, dass..?

Second Screen - zwei Bildschirme

Bei Second Screen ist neben dem Fernseher ein zweiter Bildschirm geöffnet.
Foto: Sabrina Litz

Ein neuer Trend bahnt sich im Netz an. Dieser nennt sich Second Screen. Damit ist gemeint, dass neben dem Fernseher ein zweiter Bildschirm genutzt wird. Während man also fern sieht, ist gleichzeitig das Smartphone, der Laptop oder ein Tablet offen.

Im ersten Moment hört sich das gar nicht so neu an. Es ist doch schließlich nicht ungewöhnlich beim Fernsehen die Mails zu checken oder im Netz zu surfen.
Das stimmt schon, was allerdings neu aufkommt, ist die Verwendung des zweiten Screens, um sich aktiv am Fernsehprogramm zu beteiligen.
Das Prinzip nennt sich auch Social TV. Auf dem zweiten Bildschirm werden ergänzend zur laufenden Sendung Informationen eingeblendet, Chat-Möglichkeiten geboten, Umfragen und Gewinnspiele gestartet oder z.B. auch Werbung gezeigt.

Mittel zur Zuschauerbindung
Ganz schön clever diese Kombination zwischen Sozialen Medien und Fernsehen. Indem der Zuschauer immer mehr am Fernsehprogramm beteiligt wird, wird er gleichzeitig an das jeweilige Fernsehformat und die TV-Marke gebunden. Damit reagieren viele Sender auf den Boom in den Sozialen Medien. So auch z.B. das ZDF, das zu der Sendung „Wetten dass..?“ eine Webapp anbietet.

Die Webapp „Wetten dass..?“ im Test
Da ich selbst gerne Wetten dass…? verfolge und es mich sehr interessiert, ob das Zusammenspiel zwischen den beiden Bildschirmen funktioniert, habe ich die Webapp von Wetten, dass..? für euch getestet.

Wetten, dass..? Backstage

Im Backstage-Bereich werden Hintergrundinformationen zur Sendung eingeblendet.
Quelle: http://webapp.wettendass.de/sendung/

Der Blick „Backstage“
Der Reiter „Backstage“ ist meiner Meinung nach am besten in der Webapp gelungen. Hier konnte ich schon im Vornherein einiges über die Vorbereitungen und Showacts der Sendung erfahren. Vor allem Bilder, die man sonst nicht zu sehen bekommt, fand ich sehr interessant. So z.B. Bildern von der Generalprobe, der Technik oder dem Auf- und Abbau von Kulissen während der Sendung. Als die Sendung im vollen Gange war, empfand ich diese Zusatzinformationen mehr als interessant und gut ergänzend statt nervig.
Zusätzlich zu den Hintergrundinformationen bietet die Webapp auch einen Livestream an. Dieser war für  mich weniger interessant, da ich die Sendung am Fernseher verfolgt habe. Trotzdem würde ich es positiv bewerten, dass diese Option angeboten wurde. Geschadet hat es jedenfalls nicht.

Wetten, dass..? bei Twitter

Twitter Meldungen werden in der Chat-Leiste angezeigt.
Quelle: http://webapp.wettendass.de/sendung/

An alle Twitter-Freunde unter euch:  Alle Kurznachrichten, die ihr mit dem Hashtag #wettendass verseht, werden in der Chat-Leiste angezeigt, wenn ihr dort auf Twitter klickt.

Geteilte Aufmerksamkeit –  Sind zwei einer zu viel?
Ich hatte zunächst die Befürchtung von zwei Bildschirmen übefordert zu sein, was sich aber als völlig unbegründet herausstellte. Klar kann es sein, dass man den einen oder anderen Moment der Sendung verpasst, da der Blick in dieser Sekunde auf dem zweiten Bildschirm gerichtet ist. Das finde ich persönlich aber nicht so schlimm.

Gemeinsam lästert es sich besser
Negativ aufgefallen sind mir die Meldungen, die über die ZDF-Chat Leiste auf der rechten Seite hereinkamen. Es war nicht die große Flut an Nachrichten, die mich am meisten störte, sondern der Inhalt der Kommentare. Diese waren oftmals beleidigend. Ich empfand den Chat eher als „Läster-Leiste“ und nicht als Diskussions-Forum.
Aber man muss sich den Chat nicht automatisch aktualisieren lassen und aufmerksam mitverfolgen, daher habe ich ihn meistens einfach ignoriert.

Laptop als zweiter Bildschirm

Während der Sendung habe ich gechattet, an Umfragen teilgenommen und zusätzliche Informationen zur Sendung gelesen.
Foto: Sabrina Litz

Mein Fazit
Die Backstage Informationen haben mir sehr gefallen. Vor allem den Blick hinter die Kulissen fand ich spannend. Auf den ZDF-Chat hätte ich dagegen gut und gerne verzichten können. Dort stand leider viel Unbrauchbares, da hier, im Gegensatz zur Backstage Seite, die Informationen nicht erst von einer Redaktion vorgefiltert wurden.

Erfahrt hier mehr zu Second Screen:
„Die Welt“-Kolumnist Kritsanarat Khunkham über Second Screen
„Die Welt: So nutzt ihr Second Screen am besten
Blog Fernsehkult.: Meine Kommilitonin, Elisa Smarsly, über ihre Erfahrung mit Second Screen
Video über Social-TV Apps